Tierschutz
Anfang 2010 bin ich unter die Tierschutztanten gegangen, als hätte ich nicht schon genug zu tun. Inspiriert durch andere liebe Tierschutztanten (Simone, Conny, Sibylle, Kerstin), deren großes Engagement ich sehr bewundere, habe ich mich entschlossen, Pflegestelle für spanische Hunde zu werden. Besonders liegen mir natürlich die spanischen Hütehundrassen und die Gos d`Aturas in Not am Herzen.
Bei uns werden es die Fellnasen wie im Paradies haben und es wird in die Erziehungstrickkiste gegriffen, damit die Fellnasen bestens vorbereitet sind auf ihr zukünftiges, neues zu Hause in Deutschland, was sie ganz sicher verdient haben.
Nun ist ein Jahr vergangen und sieben Pflegehunde sind eingezogen und wieder gegangen. Nein, gegangen sind nur sechs, Aida blieb. Der Abschied fiel jedesmal schwer, am liebsten hätte man alle behalten. Die überglücklichen Familien, die ihren besten Hund der Welt bekamen, sind der Lohn genug für die viele Arbeit, manchen Nerv, den man gelassen hat und manches kaputte Teil. Die Hunde haben es allemal gedankt mit ihrer enormen Lebensfreude (trotz mancher schlechter Erfahrung), ihrer Lernfreude und ihrer enormen Anpassungsfähigkeit. Auch bin ich sehr stolz auf mein Rudel. Sie haben jeden Hund freudig aufgenommen, waren tolle Spielkameraden, gaben Sicherheit und halfen mit bei der Erziehung. Der Lerneffekt durch abgucken war enorm.
Jeder Hund war auf seine Art anders und man lernt nirgend so viel über Hunde als von den Hunden selbst.
Warum?
Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte. Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.
Er rief: "Guten Morgen, was machst Du da?"
Der Junge richtete sich auf und antwortete:
"Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."
"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann, "ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch
keinen Sinn!"
Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer:
"Aber für diesen macht es Sinn!"




