Aidas Urlaubstagebuch Dänemark 2010
Zwei Monate nach meinem Umzug vom spanischen Tierheim ins neue Rudel nach Deutschland stand eine neue Herausforderung vor mir. Ich habe mich gut eingewöhnt und großes Vertrauen zu Frauchen, aber am liebsten bin ich immer noch draußen und in fremde Gebäude und Räume gehe ich nun mal nicht hinein. Es sollte in den Urlaub in ein fremdes Ferienhaus in Dänamark gehen. Die Autofahrt war ziemlich langweilig, aber ich war ganz lieb in meiner neuen großen Box. Endlich angekommen sollte ich die erste große Hürde meistern. Ich meine .... ich hätte ja gerne draußen geschlafen aber nein, Frauchen sagte, jetzt muss es mal sein... Frauchen schubste mich durch die Tür des Ferienhauses ehe ich mich weigern konnte und schwubs war ich drin. Mein Anfall von Panik verschwand recht schnell, da ich trotz
meines "Hin, her, hin, her, Kreisgerenne" doch noch realisierte, dass die anderen Hunde kein solches Theater machten. Außerdem gab es noch eine Tür zu einer geschlossenen Terrasse, wo wir alle gleich hinaus durften. So fand ich das ganz in Ordnung. Nachts durfte ich neben Frauchen im Bett schlafen. Eine ganz neue Erfahrung, so ganz nah bei ihr.
Auch das Sofa haben wir eingenommen, das war soooo gemütlich.
Am kilometerweiten, fast menschenleeren Strand konnten wir nach herzenslust rennen und toben.
Nur Radfahrer, vor denen ich Angst habe, störten mich ab und zu. Da möchte ich am liebsten ausreisen, aber Frauchen lernte mir zu ihr zu kommen statt abzuhauen. Meistens beherrsche ich mich und gehe zu Frauchen. Da ich mit Rennen eh beschäftigt war, bemerkte ich so manchen Radfahrer gar nicht. Ich durfte immer ohne Leine laufen, da ich Frauchen ständig im Blick habe und immer wieder zu ihr komme.
Tag 4
Wir machten eine kleine Runde zum See, da konnten wir besser baden, als in den tosenden Nordseewellen und auch das Apportieren konnte ich hier üben.
Tag 5
Stadtbummel durch Varde. Ich sollte wohl eine Stadt kennen lernen mit vielen Menschen und Autos. Frauchen nahm nur mich mit und zog mir ein Geschirr an. Sie lobte mich sehr, wie wacker ich mich geschlagen habe, mir sind die Autos nämlich unheimlich. Aber ich gab mir trotz meiner Aufregung wirklich Mühe, möglichst neben meinem Frauchen herzulaufen und nicht im Kreis.
Tag 6
Heute absolvierte ich das "Pferde in Ruhe lassen Programm", was mir ziemlich schwer fiel. Anfangs wollte ich auf die Koppel rennen und suchte aufgeregt ein Loch im Zaun. Eigentlich habe ich ja Schiss vor diesen großen Gesellen, das sollte aber keiner merken, deshalb bellte ich sie vorsichtshalber an. Die Pferde waren wohl ungezogene Hunde wie mich gewohnt und ließen sich nicht im geringsten beeindrucken. So mußte auch ich lernen, dass man Pferde einfach nur in Ruhe läßt.
Tag 7
Ausflug nach Blavand ein kleiner belebter Nachbarort. Nachdem wir wieder ganz schön lange am Strand wandern waren, hat sich mein Frauchen für mich eine besondere Übungseinheit einfallen lassen. Frauchen und Anja hatten nämlich Hunger und so wurde kurzerhand ein Restaurantbesuch beschlossen und ich sollte mit. Zum Glück haben sich die Beiden für draußen essen entschlossen, so mußte ich mich nur unter den Tisch verkrümeln. Nach einiger Zeit legte ich mich sogar entspannt hin und wartete brav. Aber sie hatten noch eine Überraschung für mich, jetzt wollten die Beiden Shoppen gehen und das mit mir. Sie suchten sich einen großen Laden aus und gingen einfach ohne mich zu fragen hinein. Mir blieb ja gar nichts anderes übrig als mitzugehen, obwohl ich doch am allerliebsten wieder umgekehrt wäre. Aber wenn es dann so sein soll, habe ich mich entschlossen das Beste draus zu machen und so erkämpfte ich mir Schritt für Schritt den ganzen Laden. Ich hatte ja Zeit, denn wenn Frauen Shoppen gehen dauert das bekanntlich ... als ich den Laden erkundet und ich lange kein Ende sah, legte ich mich einfach zwischen die Kleiderständer und machte ein Nickerchen. So ein Laden ist doch nichts Besonderes!
Tag 8
Jenny mit Flower und Tammi sind gekommen. Endlich konnte ich wieder mit Tammi spielen. Sie spielt genau so wild wie ich und ist ganz frech. Mein Spielzeug durfte sie trotzdem nicht klauen.
Da wir nun zu sechst waren, machte das Strandwandern besonders großen Spass, aber für ein Foto mußten wir schon mal liegen bleiben.
Tag 9+10
Ein Strandtag und einfach mal faulenzen ist auch ganz schön.
Das bin ich mit Brickli. Ich kann auch mal still stehen, aber nur ganz kurz ...
... um gleich wieder loszurennen um mit Benni in den Wellen zu planschen...
... oder mit Paula in den Dünen zu toben.
Tag 11
Ausflug mit Elkes Briard-Gosso-Rudel und Bennis Schwester Binu. Erst wollten sie mich wegjagen, aber das habe ich mir nicht bieten lassen. Das wurde akzeptiert und ich habe einfach mitgespielt.
Tag 12
Besuch der Welthundeausstellung in Herning. Wir mußten allerdings im Auto warten, da sich unsere Menschen die 20,00 Euro Eintritt pro Hund sparten.
Trotz Urlaub stand immer wieder das "neben Frauchen laufen Programm" auf dem Übungsplan. Sie meinte nun muss ich das auch mal lernen wie die anderen Beiden. Wo ich doch am liebsten vorneweg renne, aber ich gab mir trotzdem Mühe.
Tag 13
Ein letzter nochmal stundenlanger Strand- spaziergang mit viel Platz für viele Hunde.



