So

09

Mai

2010

Meine erste Obedience Prüfung oder ...

... wie ich Frauchen zur Verzweiflung brachte.

 

Ich kann aber auch gar nichts dafür, dass bevor es zur Gruppenübung der Beginner Klasse ging, sich ein Reh auf den Hundeplatz fast vor meine Nase verirrte. Leider hinderte mich die Leine und Frauchens energischen Worte am Verjagen des Rehs, aber gucken wohin es verschwindet darf man ja schließlich noch. So hatte ich meine Aufgabe während der Gruppenübung, die mit 6 Teams ziemlich lange dauerte, gefunden. Es war echt nicht langweilig. Nur Frauchen störte mich ab und zu, weil sie irgend etwas von mir wollte. Ich tat ihr den Gefallen, auch wenn ich nur mit einem Ohr zuhörte, denn das Reh ließ ich nicht aus den Augen.

Es dauerte nicht lange, waren wir mit den Einzelübungen an der Reihe. Frauchen war schon ein wenig verzweifelt, weil ich so gar nicht aufpaßte, zumindest nicht auf das was sie wollte. Ok, ich konzentrierte mich, ich war echt gewillt fein mitzumachen - ehrlich. Aber dann spazierte gleich zu Beginn der Übungen doch so ein kleines Vögelchen, die einen immer so gerne vor der Nase herumfliegen, auf dem Ring herum. Meine Aufmerksamkeit richtete sich schlagartig darauf. Ich vergaß meinen guten Vorsatz fein mitzumachen, vergaß dass ich fein Fuß laufen konnte und Frauchen mußte mir einiges zweimal erzählen. Da sie so gar nicht nett zu mir war, brachte ich zum Schluß das Bringholz der Angelika (dem Ringsteward), die mich ja schließlich auch zum Bringen geschickt hat.

 

Frauchen konnte es dann nicht abwarten und ließ sich ihre Punkte ausrechnen. Vorzüglich mit 272 Punkten. Was sie bloß hat. Ich bin eben multitaskingfähig.